Unsere Empfehlungen aus Indien
weinland
indien
Indien ist ein kleines, aber ausgesprochen interessantes Weinland, dessen moderner Qualitätsweinbau vor allem seit den 1980er/1990er Jahren gewachsen ist. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen nicht im kühleren Norden, sondern überwiegend auf höher gelegenen Plateaus im Westen und Süden, wo die Höhenlage die tropische bzw. subtropische Hitze abmildert.
klima & regionen
Die größte Herausforderung für den indischen Weinbau ist das warme Klima in Verbindung mit dem Monsun. In vielen klassischen Weinregionen Europas fällt der Regen relativ gleichmäßig oder vor allem im Winter. In Indien dagegen bringt der Südwestmonsun große Niederschlagsmengen ungefähr zwischen Juni und September. Für Weinreben bedeutet das hohen Krankheitsdruck und macht den Zeitpunkt der Vegetationsperiode entscheidend.
Eine Besonderheit des indischen Weinbaus ist deshalb der ungewöhnliche Vegetationszyklus. In wichtigen Regionen wie Nashik werden die Reben nach dem Monsun zurückgeschnitten und die Trauben entwickeln sich während der trockeneren und kühleren Wintermonate. Die Lese findet typischerweise zwischen Januar und März statt – also genau dann, wenn europäische Weinberge Winterruhe haben.Bewässerung ist in vielen Gebieten notwendig. Gleichzeitig helfen Höhenlagen von mehreren hundert Metern, die Nachttemperaturen zu senken und Säure sowie Frische in den Trauben besser zu erhalten. Maharashtra ist das Zentrum des indischen Weinbaus. Besonders bedeutend ist Nashik, rund 160 km nordöstlich von Mumbai. Die Stadt und ihr Umland werden häufig als das Herz der modernen indischen Weinindustrie bezeichnet. Die Weinberge liegen vielfach auf etwa 500–700 m Höhe. Neben Nashik gibt es Weinbau unter anderem um Pune und Sangli. Karnataka im Süden ist die zweite wichtige Weinbauregion. Besonders bekannt sind die Nandi Hills nördlich von Bengaluru (Bangalore). Die größere Höhenlage – teilweise um 900 m – sorgt trotz der südlichen Lage für vergleichsweise kühlere Bedingungen. Auch Gebiete um Bengaluru und im nördlichen Karnataka werden für Qualitätswein genutzt.Kleinere Weinbauaktivitäten gibt es darüber hinaus unter anderem in Telangana und Tamil Nadu. Historisch wurden auch in anderen Teilen Indiens Trauben angebaut, allerdings häufig als Tafeltrauben und nicht für hochwertigen Wein.rebsorten
Indien besitzt keine große international bekannte Tradition autochthoner Weinrebsorten. Der moderne Qualitätsweinbau basiert daher überwiegend auf internationalen Rebsorten.
Bei den Rotweinen sind insbesondere Shiraz/Syrah und Cabernet Sauvignon wichtig. Daneben findet man Merlot, Pinot Noir, Cabernet Franc und teilweise Tempranillo. Shiraz hat sich besonders gut an die warmen Bedingungen angepasst und gehört zu den charakteristischsten roten Sorten Indiens. Bei den Weißweinen spielen Chenin Blanc und Sauvignon Blanc eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Chardonnay, Viognier und teilweise Riesling. Chenin Blanc ist besonders interessant, weil daraus sowohl trockene als auch fruchtigere Weine erzeugt werden. Auch Schaumwein ist ein wichtiger Teil der modernen indischen Weinproduktion. Chardonnay und Pinot Noir können dafür verwendet werden, daneben kommen beispielsweise Chenin Blanc und andere Sorten zum Einsatz.Weingut Grover Zampa
NANDI VALLEY. Bei Grover Zampa wird die Leidenschaft für den Weinbau und die Erzeugung der besten Weine Indiens gelebt. Das in den 1960er Jahren von Kanwal Grover – dem Vater des indischen Weinbaus – gegründete Weingut Grover Zampa hat sich durch die Kreation einer Reihe international anerkannter und preisgekrönter Weine einen hervorragenden Ruf erworben. Kenner und Weinliebhaber aus aller Welt erleben eine sinnliche Reise, bei der sie nicht nur die Qualität unserer Weine genießen, sondern auch in die Weinkultur unserer Weingüter eintauchen.
Michel Rolland zählt zu den weltweit bekanntesten und einflussreichsten französischen Önologen. Er stammt aus einer Winzerfamilie und wuchs auf dem Weingut der Familie, Château Le Bon Pasteur in Pomerol (Frankreich), auf. Nach der Schulzeit schrieb er sich – auf Anraten seines Vaters – an der Weinbau- und Önologieschule Tour Blanche in Bordeaux ein und schloss dort 1972 seine Ausbildung ab. Durch seine Beratungstätigkeit und seine Medienpräsenz hat Michel Rolland zahlreiche Aspekte der französischen und weltweiten Weinbranche geprägt. Alles begann 1994, als er in Frankreich Herrn Grover kennenlernte. Seither unterstützt er Grover Zampa dabei, die Bewirtschaftung der Weinberge auf effizientere und naturnähere Methoden umzustellen sowie die Erträge zu reduzieren, um die Fruchtqualität und die Aromenkonzentration zu steigern. Zudem beriet er das Unternehmen bei der Modernisierung der Betriebsanlagen. Auch heute noch bringt er sein Fachwissen bei Grover Zampa ein.